Canis Dingo – Ein Interview über das Zusammenleben mit Australiens Hundeartigen

„A cat in a dog suit with a monkey brain“ – so wird der australische Dingo von Haltern, Forschern und Auffangstationen in Australien beschrieben.

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Black and tan dingo living in the desert by Clarissa Human

Der australische Dingo ist ein umstrittener Kanide, der viele noch ungeklärte Fragen aufwirft. Während er in Teilen Australiens als „Pest Species“ gilt, steht er in anderen Staaten des Landes unter Artenschutz, in manchen darf er als Haustier gehalten werden, andere haben strenge Auflagen zur Haltung oder verbieten den Besitz des australischen Wildhundes komplett.
Nach dem aktuellen Forschungsstand gilt er weitläufig als Canis Dingo, eine eigene Subspezies der Gattung Canis, die wesentliche Unterschiede zu Haushunden und anderen Wildkaniden aufweist.
Der Dingo ist ein besonderer Hund, der dazu in der Lage ist, unabhängig von Menschen zu überleben, der erstaunliche Agilität beim Klettern auf Bäume, dem Erklimmen von Felswänden und dem Zwängen durch kleinste Zwischenräume beweist, der jedoch ebenso anpassungsfähig genug ist, um mit Menschen unter besonderen Voraussetzungen zusammenleben, im Gegensatz zu anderen Wildkaniden selbst dann, wenn er in der Wildnis geboren und aufgewachsen ist.
Neben Gemeinsamkeiten mit ursprünglichen Hunden, insbesondere dem Basenji, beispielsweise dem Heulen als Hauptkommunikation oder dem lediglich einmaligen Paarungszyklus innerhalb eines Jahres, weisen sie einige charakteristische Unterschiede auf, vor allem in Bezug auf ihre physiologischen Fähigkeit, unterschiedlichem Körperbau und höherer Intelligenz.
Dingos gelten als in der Lage, ihre Hüften auszurenken, um zu klettern oder durch besonders schmale Zwischenräume zu passen, sie können ihre Pfotengelenke um die eigene Achse drehen, ihren Kopf komplett nach hinten verdrehen und können mit ihren Pfoten Gegenstände greifen, drehen und festhalten. Bei Dingos wurde erstmals „tool-use“, die Benutzung von Gegenständen zu einem bestimmten Zweck, festgestellt. Es wurden Dingos und deren Mischlinge dabei beobachtet, Stühle zu verschieben, um an die Türöffnung zu gelangen oder andere Gegenstände zu erreichen.

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Pregnant dingo female climbing the top of a tree by Australian Dingo Foundation

Ich habe mich für ein Interview mit zwei Dingohaltern, die seit Jahren mit diesen Tieren leben, sie aufziehen und vermitteln, entschieden. Ihnen sind Unterschiede zwischen gezüchteten, wildgeborenen und mit Hunden vermischten Dingos kennen, persönlich bekannt und sie können die verschiedenen Anforderung an die Haltung von Dingos und Haushunden hervorstellen.

Das Interview

Joshua Said ist Leiter der Dingoauffangstation „Dingo Den“ in Sydney, kümmert sich seit 2014 um die Erhaltung und den Schutz reiner Dingos sowie um die Aufzucht, Beherberung und Vermittlung von Dingos und Dingomischlingen. Er lebt zusammen mit einem Dingomischling.

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Joshua Said together with Alpine Dingo puppies by Dingo Den Rescue

Wie würden Sie die Unterschiede zwischen reinen wildgeborenen Dingos und den Dingo-Haushund-Mischlingen, die Sie vermitteln, beschreiben?

–  „Bei jeder Diskussion in Bezug auf reine Dingos und Mischlinge ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass jedes Tier einzigartig ist und dass seine Lebenserfahrungen seine Verhaltensweisen und Temperament maßgeblich beeinflussen. Zwei reine wildgeborene Dingos können sehr unterschiedlich in ihrem Verhalten sein, ebenso wie in Gefangenschaft gezüchtete Dingos sich gegenseitig unterscheiden. Das Gleiche gilt für Mischlinge, wildgeboren oder handaufgezogen.

Typischerweise wird ein wildgeborener reinrassiger Dingo sich ähnlich wie ein wildgeborener Mischling verhalten, während ein in Menschenhand aufgewachsener Dingo oftmals anders ist. Die Lebenserfahrungen und Instinkte bestimmen das Verhalten mehr als die Genetik – doch dennoch spielt die Genetik eine wichtige Rolle. Ein Tier, das zum Teil Dingo ist, wird sich nicht wie ein reiner Haushund verhalten, aber es kann sehr hündisch oder dingoartig in bestimmten Aspekten sein.
Einige gezüchtete, rein geborene Dingos, die ich getroffen habe, sind sehr hündisch in Bezug auf fügsames, manchmal unbeholfenes und sehr freundliches Verhalten Menschen gegenüber, wohingegen wildgeborene Mischlinge weit mehr dingoartig sind – wachsam, sensibel, sorgfältig, agil, körperbewusst und misstrauisch vor Menschen und ungewohnten Dingen.“

Können Sie anhand des Verhaltens eines wildgeborenen Dingos feststellen, ob jener reinrassig oder aus einer Kreuzung mit domestizierten Hunden entstanden ist?

–  „Wildtiere benötigen alle gewisse Eigenschaften, um zu überleben – unabhängig von der Reinheit tendiert jeder wildgeborene Dingo oder Dingomischling dazu, dasselbe Verhalten (Vorsicht, Scheu, Fluchttendenzen) in Bezug auf Menschen und andere Dingos zu zeigen. Ich kenne wildgeborene Mischlinge, die deutlich dingoartiger handeln als in Menschenhand aufgewachsene, reine Dingos.“

Inwiefern unterscheidet sich das Verhalten eines wildgeborenen Dingos und Dingomischling im Vergleich zu dem Verhalten eines bewusst gezücheten?

–  „In der Wildnis geborene Tiere sind viel vorsichtiger, ihr Überlebensinstinkt ist tief in ihnen verankert und alles, was nicht vertraut ist, ist eine potentielle Bedrohung. Anders als bei Hunden verändert sich dieses Verhalten für gewöhnlich nicht, wenn sie sich an menschliche Nähe gewöhnt haben, das Verhalten ist in jedem Aspekt deutlich ausgeprägter. Ihre Sinne sind ausgeprägt – sehen, hören, riechen – sie reagieren sehr empfindlich auf alles um sie herum, wohingegen einige handaufgezogene Dingos, vor allem diejenigen, die eine lange Zuchtgeschichte (über mehrere Generationen) haben, weniger starke Reaktionen auf Reize zu zeigen scheinen.
Dingos sind bekannt dafür, Ausbruchskünstler und Fluchttalente zu sein. Bei den Dingos, die wir in unserer Obhut gehabt haben, neigten wildgeborene Dingos häufiger dazu, sich zu verstecken und waren weniger damit beschäftigt, zu entkommen / zu erforschen. Da ihr Selbstvertrauen häufig gering ist, sind sie mehr daran interessiert, in Sicherheit zu sein als neue Orte zu erkunden. Das kann sich ändern, sobald sie selbstbewusster werden und sich an ihre menschnahe Umgebung gewöhnen.“

Welche Eigenschaften eines Dingos sind bei in Gefangenschaft gezüchteten Dingos weniger stark ausgeprägt?

–  „Ausweichen von Bedrohungen / potenziellen Gefahren, typischerweise entspannter gegenüber Menschen, mehr Selbstvertrauen, passen sich leichter an neue Dinge an, der Überlebensinstinkt ist nicht mehr so ausgeprägt, er zeigt sich zwar noch immer, wenn er benötigt wird, aber generell sind sie von Tag zu Tag entspannter.“

Wird ein Dingo-Hund-Mischling alle Eigenschaften eines Dingos aufweisen oder gibt es welche, die bei Mischlingen – je nach dem Dingoanteil – nicht mehr auftreten?

–  „Das hängt davon ab, ob wir von in der Wildnis geborenen oder in Menschenhand aufgewachsenen Dingos reden – auch der Dingoanteil spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Bei wildgeborenen Tieren gleichen die Merkmale meist denen reiner Dingos, auch bei niedrigprozentigen Tieren.
Hochprozentige in Menschenhand aufgewachsene Dingos können alle oder die meisten Eigenschaften teilen, während niedrigprozentige Mischlinge oftmals eher der Hunderasse, mit der sie vermischt sind, ähneln.
Ich habe festgestellt, dass einige mittelprozentige Tiere einen kleineren Vokalisierungsbereich haben als reine Dingos oder niedrigprozentige Mischlinge. Sie haben das weder das katzenartige Schnurren noch andere Klänge, die reine Dingos aufweisen, aber ihnen fehlt ebenso die Fähigkeit, in der gleichen Weise zu bellen, wie es ein Haushund tut. Die, mit denen ich zu tun hatte, schienen eher leise Tiere zu sein.“

Was macht Dingohaltung besonders anspruchsvoll, welche Merkmale weichen vorrangig von Hundehaltung ab?

– „Auslastung – Ausbruchsversuche. Die Ernährung unterscheidet sich maßgeblich – Dingos können bestimmte Fette und Kohlenhydrate nicht verstoffwechseln, sodass sie eine rohe, fett- und kohlenhydratarme Ernährung bereitgestellt bekommen sollten. Die körperliche Fähigkeiten unterscheiden sich sehr – sie haben ausgeprägte Talente zu springen, zu klettern, ihre Pfoten zu benutzen, um die Dinge zu öffnen, ihre Hüfte auszukugeln und ihren Kopf bis in den Nacken zu drehen. Der Zuchtzyklus unterscheidet sich von Hunden, sie sind nur einmal im Jahr paarungsfähig, sie haben keinen Körpergeruch und sind meist recht sauber. Viele gehen ins Badezimmer, um sich an einer Stelle zu entleeren, da sie es gern sauber mögen.
Bei wildgeborenen Dingos kann all das deutlich extremer sein, es wird generell nicht empfohlen, sie als Haustiere zu halten, da ihr Verhalten wildtierartig bleibt.“

Welche charakteristischen Merkmale weisen alle Mischlinge auf, auch welche, die aus Kreuzungen mit ungewöhnlichen Rassen, beispielsweise Pudel oder Hunden vom Pitbull-Typ entstanden sind?

– „Es gibt kein Verhaltensmerkmal, das immer vorhanden ist. Eines der häufigsten Merkmale könnte Schüchternheit oder Jagdverhalten sein. Nichtsdestotrotz wird sich auch ein niedrigprozentiger Mischling immer etwas anders als ein Hund verhalten – und man sieht ihm den Dingoanteil an.“

Dingos im Haus – worauf muss man achten, welche besonderen Vorkehrungen müssen getroffen werden, was unterscheidet sich in der Haltung von Haushunden? Welche Verhaltensweisen zeigen Dingos im Haus?

– „Die meisten Betreuer unserer Auffangstation finden domestizierte Dingos vor allem in Bezug auf deren Auslastung anspruchsvoll; Dingos mögen Herausforderungen und finden schnell heraus, wie sie Dinge umsetzen können. Sie sind dafür bekannt, große Ausbruchskünstler zu sein und genießen es, Sachen zu erforschen. Sie betrachten Menschen als Teil ihrer Familie und wollen immer dort sein, wo der Halter ist. Verlässt ein Familienmitglied das Haus, tun sie meist alles, um ihm zu folgen. Sie mögen es nicht, Dinge zu verpassen – sei es Zeit, Aufmerksamkeit oder Essen. Wildgeborene Dingos machen sich in der Regel nicht gut im Haus, sie werden sich selten daran gewöhnen, drinnen zu leben, werden Angst vor allem haben, vor allem vor neuen Dingen. Sie zerstören viel, stehlen, erforschen. Sie sind sehr neugierig und sehr vorsichtig, sie lernen normalerweise nicht, sich im Haus zu benehmen.“

 

Jen Parker und Gary Taylor leben bereits seit 11 Jahren mit australischen Dingos zusammen und besitzen derzeit drei reine Bergdingos. Sie haben zusammen den Aussie Canis Dingo Day gegründet und setzen sich für die Aufklärung über das Verhalten des Dingos und seinen Artenschutz ein. Sie sind an einigen Aufklärungsprojekten beteiligt und stehen im Diskurs mit dem australischen Umweltministerium (Department of Environment and Energy) sowie dem Artenschutzbeauftragten (Threatened Species Commissioner).

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Gary Taylor and two of his adult Alpine dingoes on a beach in Victoria by Jen Parker

Wie würden Sie die Unterschiede zwischen einem Dingowelpen und einem Haushundwelpen beschreiben? Sind Dingowelpen unabhängiger, entwickeln sie sich schneller, sind sie scheuer?

–  „Bereits als Welpen sind sie sehr unabhängig und sie entwickeln sich deutlich schneller als Hunde. Sie sind scheuer Menschen gegenüber, aber extrem neugierig, sie wachsen schneller, sehen schneller erwachsen aus und sind bereits sehr früh deutlich eigenständiger und klüger in ihrer Handlungen als alle Hunde, die ich aufgezogen habe.“

Haben Sie jemals einen Hund erlebt, der die Agilität und die körperlichen Fähigkeiten eines australischen Dingo beim Klettern, Springen oder Laufen teilt?

–  „Als ich verheiratet war, hatte ich einen Cattle Dog, der viele Dingocharakteristika aufwies, der nie so agil war. Ich habe noch keinen Hund erlebt, der klettern oder springen konnte wie ein Dingo, der in der Lage war, seine Pfoten einzusetzen, um sich Zugang zu jedem Bereich im Haus zu verschaffen oder der Felsen, Bäume oder Zäune hochklettern konnte, wie es jeder Dingo kann.“

Worin liegen die offensichtlichen optischen und charakterlichen Unterschiede zwischen Dingos und domestizierten Hunden, welche Unterschiede stechen sofort ins Auge?

–  „Ich habe festgestellt, dass die Haltung von Dingos erfolgreicher ist, wenn man sie als Familienmitglieder ansieht und auf Augenhöhe behandelt, anstatt sie wie einen Haushund oder ein Haustier aufzuziehen – während Hunde meistens unterwürfig sind und sich auf die Anleitung ihres Besitzers verlassen, sind Dingos absolut eigenständig, sie haben nicht das gleiche Bedürfnis nach Führung wie Hunde und folgen nur der Person, der sie vertrauen. Dieses Vertrauen entsteht durch Bindung, dadurch, dass man sie mit Respekt behandelt und ihnen ihre Unabhängigkeit zugesteht.
Neben dem Verhalten von Dingos, ihrer Intelligenz, der Eigenwilligkeit, gibt es offensichtliche physiologische Unterschiede – Dingos sind nur einmal jährlich paarungsbereit, die meisten Hunde sind das zweimal. Als ein natürliches Raubtier weisen sie keinen Körpergeruch auf. Der Schädel ist der breiteste Teil der Anatomie eines Dingos, das sichert jenem das Überleben, da sein Körper dem Kopf durch jedes Hindernis folgen kann, unabhängig davon, wie eng der Zwischenraum des Hindernisses ist. Ihre Zähne sind viel schärfer und größer als die eines Hundes. Dingos zu haben extrem flexible Gelenke, eine Duftdrüse, die sich am Schwanz befindet. Sie unterscheiden sich von Hunden in ihrer Gangart, bei der Platzierung ihrer Vorder- und Hinterfüße beim Gehen – sie schnüren, ebenso wie andere Wildcaniden.“

Wo gehen Sie mit Ihren Dingos spazieren? Gibt es bestimmte Gebiete, in denen sie von der Leine gelassen werden können? Wie reagieren sie auf Fremde, neue Dinge, Beutetier

–  „Wir gehen mit unseren Dingos sowohl mit als auch ohne Leine spazieren, in der Wildnis oder am Strand. Die Dingos sind unabhängig, eigensinnig, unglaublich intelligent und sehr intuitiv. Ihr Jagdverhalten ist stark ausgeprägt.
Unsere Dingos reagieren auf den Rückruf, wenn sie sich dazu bereitfühlen, aber nicht, wenn einer von uns ruft und sie etwas, das aus ihrer Sicht wichtiger ist, zu tun haben. Sie kommen, wann sie möchten – und lassen es, wenn sie nicht wollen.“

Haushaltung bei Dingos – werden sie stubenrein? Hören sie auf, Dinge zu stehlen und ausgeprägte Neugier zu zeigen? Gibt es so etwas wie einhaltbare Hausregeln im Zusammenleben mit einem Dingo?

–  „Das Haustraining und die Stubenreinheit war bei unseren Dingos sehr einfach, sobald sie aßen oder tranken, nahmen wir sie mit nach draußen, dadurch lernten sie, an die Tür zu klopfen, um rausgelassen zu werden, aber das ist nicht bei allen so, manche Dingos lernen das sehr langsam oder gar nicht.
Sie konnten sich die Tür bei Bedarf ebenfalls selbst öffnen.
Es ist am besten, sie draußen in einem großen Gehege zu halten, da sie Fluchtkünstler, Kletterer und Buddeltalente sind, viele sind damit in der Wohnung überfordert. Viele Dingos fühlen sich in der Wohnung ebenfalls nicht wohl, sie beobachten gern alles, was um sie herum passiert und mögen es, ihren Lebensraum selbst zu gestalten.“

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Dingo puppies by Australian Dingo Foundation

Die Originalinterviews:

Interview Joshua:

How would describe the differences between the pure wild born dingoes you rehome and care for and the hybrids that you have?
– „
For any discussion around pure dingoes and hybridisation, its important to remember that each animal is unique, and its life experiences will inform its behaviours and temperament. Two pure born wild dingoes can be very different to one another, just like pure-bred captive borns different can be different to one another, and the same for hybrids that are captive born or wild born.

Typically, a wild-born pure-bred dingo will be more similar to a wild-born hybrid than a captive born purebred. The dingo’s life experiences and instincts inform its behaviour, rather than genetics – but still, dingo genetics play an important role. An animal that is part dingo will not act like a pure dog, but it can act very dog like or dingo like in certain aspects.
Some captive bred pure born dingoes I have encountered act very dog like in terms of being docile, sometimes clumsy and very friendly with people. Meanwhile wild-born hybrids act far more dingo like – alert, sensitive, careful, sure footed, and suspicious of people and strange things.“

Can you tell according to the behaviour of a wild born animal if it is pure dingo or likely mixed with domesticated dog?
– „Wild animals all need certain characteristics to survive – regardless of purity any wild-born dingo or dingo hybrid tends to act the same in regards to behaviour around people and with other dingoes. I have had wild-born hybrids that act far more “dingo like” than captive-bred pure dingoes.“

How does the behaviour of a wild born dingo or hybrid differ to the behaviour of a captive bred one?
– „Wild-borns are far more cautious. Its hard wired into them to survive, and anything unfamiliar is a potential threat. Unlike dogs, this behaviour usually doesn’t change when they get used to people and is a lot more intense in every aspect. Their senses are heightened – sight, hearing, smell – they are very sensitive to everything around them where some captive bred dingoes, particularly those that come from a long line of captivity (several generations), seem to have less acute responses to stimuli.
Dingoes are often known to be escape artists. With the dingoes we have had in care, we find wild born dingoes look to hide far more often, and are less concerned with escaping / exploring. As their confidence is low, they are more interested in being safe than trying to explore new places. This can change when their confidence builds / they become more humanised and adjust to their domestic setting.“

Which dingo traits would you say are less intense in captive bred dingoes – if there are any?
– „Evasion of threats / potential danger. Typically more relaxed around people, more confident, adapt more easily to new things. The survival instinct isn’t on high all the time. It can kick in where needed, but generally more relaxed day to day.“

Will a hybrid show all dingo characteristics in its manner or can certain traits be faded on crosses?
– „This depends on wild-born or captive and on the level of hybridisation, and what hybridised with.
If wild-born, traits are usually similar.
High content captive-bred hybrids can share all or most of the traits.
Low content captive-bred hybrids are often more like the dog breed they are hybridised with.
I have noted that some mid-range content hybrids have less vocalisation range than pure dingoes or low-content hybrids. They don’t seem to have the purring and unique sounds that pure dingoes have, but they also don’t have the ability to bark in the same manner a domestic dog does. The ones I have cared for seem to be quieter animals.“

What are the features that are always present in hybrids, even if the dingo is mixed with unusual breeds like Poodle, Terrier, Staff or similiar?
– „There isn’t a feature that is always present. One most common feature could be a level of timidty, or game drive. At the same time, a low percentage hybrid will always behave differently from a dog – and you can see the dingo in it.“


Dingoes in the home – what are the most important peculiarities that a dingo in the house will show?
– „Most carers find domesticated dingoes challenging to care for in regards to enrichment. They like challenges and will figure things out. They are known to be great escape artists, and enjoy exploring. When attached to people they seem to consider them as part of the pack and want to be with them wherever the person goes. If a pack member leaves, they might try anything to follow. They don’t like to miss out on things – be it your time, attention or food!
Wild born ones usually don’t do good inside of the house, they will rarely get used to live inside, be scared of everything, especially new things, defecate a lot, steals, explore. They are extremely curious and very cautious, they usually won’t learn do behave in the house.“

What is challenging, what does deviate the most from dogs?
– „As above it would be enrichment – escaping. Diet would differentiate greatly in the home. Dingoes cannot healthy consume fat or carbohydrates, so a carer should provide a dingo with a raw, low-fat diet. Dingoes physical abilities differ a lot. Abilities to jump, climb, use their paws to open things, flex their back hips, rotate their necks. Breeding cycle is different to dogs, only once a year. They do not have a body odour, and are usually quite clean. They tend to go to the bathroom in one spot as they like to be clean. In wild-born dingoes, all this can be much more extreme. It is generally not recommended to keep them as pets, as their behavior remains wild animal-like.“

Interview Jen & Gary

How would you describe the differences between raising a dingo pup and a domestic puppy? Are dingo puppies more independent, do they develop faster, are they more shy?
–  „Even as a puppy, they are very independent and they develop much faster than dogs. They are shy towards unknown people, but extremely curious, they grow faster, look more adult in young age, and are already very distinctly more independent and wiser in their actions than all the dogs I have raised.“

 

Have you ever experienced a pure dog that shares the agility and physical abilities of an Australian dingo in climbing, jumping or running?
–  „When I was married I had a Blue Heeler for 15 years and he had a lot of dingo traits but was never as agile. I have not yet experienced a dog who could climb or jump like a dingo who was able to use his paws to get access to every area in the house or climb the rocks, trees or fences like any dingo can.“

What are the obvious differences between dingoes and dogs?
–  „I found that treating them as a pack/family member, rather than a domestic dog or pet, they listen with respect, and a deep bond, that you can’t explain you need to experience..While dogs are mostly submissive to their masters, dingoes are highly independent and don’t have the same need and will only follow the lead of an owner/guardian, that they trust. This trust only comes with bonding and proven worth. Already as pups they are very independent and they do develop faster. Despite the independence, intelligence, behaviour, the obvious differences with dingoes are they only come into season once a year – with dogs it’s twice. As a natural predator they lack body odour. The teeth are sharper and larger than those of dogs. A dingoes skull is the broadest part of its anatomy. This assures the dingo that its body will follow its head through any obstacle, no matter how tight the squeeze. They differ from dogs regarding the placement of their fore and hind feet when walking, the walk in a straight like, like all wild canids.“

Where do you walk your dingoes? Are there certain areas where they can be off-leash? How do they react to strangers, new things, prey?
–  „Their recall is I’ll come back when I’m ready, if we call, they come if they want, otherwise they don’t.
We walk our dingoes on lead and off, in the bush and at the beach.
They’re independent, super intelligent and have their own minds and very intuitive. Their prey drive is very strong.“

Dingoes in the home – do they get housebroken? Do they stop stealing things and being curious? Is there anything like house rules with a dingo?
–  „
House training to go to the toilet was easy. As soon as they ate or drank we took them outside then they just learned by themselves to knock on the door to go out or open the door. It’s best to have them in a large enclosure as they are escape artists, climbers and diggers, most of them also don’t feel comfortable inside, or owners don’t. They like to have everything in view and be able to decide what to do and when and how to pattern their space.“

dingo (4)Australian Alpine Dingo cream coloured by Australian Dingo Foundation

 

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